CULEST:

Die kulturelle Evolution von Nachhaltigkeitstransformationen

Kurz erklärt

Was?

Das Ziel ist es, diejenigen sinnstiftenden (Sensemaking-) Prozesse von Change Agents konzeptionell und empirisch zu erforschen, die zur kulturellen Evolution von nachhaltigkeitsrelevanten Weltbildern und Narrativen führen. Das Projekt bedient sich dabei eines innovativen Mixed-Methods-Ansatzes, der Methoden und Bausteine aus verschiedenen Forschungsrichtungen kombiniert. Hier spielt insbesondere die Forschung an der Schnittstelle von Nachhaltigkeitstransformationen, Weltbildern, kultureller Evolution, Narrativen und Sensemaking eine Rolle.  

Warum?

Nachhaltigkeitsprobleme wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und die Zerstörung von Ökosystemen werden häufig so behandelt, als ließen sie sich allein durch technologische Innovationen lösen, die neue Produktions- und Konsummuster hervorbringen. Allerdings kann die nicht nachhaltige Art und Weise, wie wir mit unserer Um- und Mitwelt interagieren, gleichermaßen als Ergebnis der kulturellen Evolution von sozial-ökologisch schädlichen Narrativen und religiösen sowie säkularen Weltbildern betrachtet werden. Folglich verspricht ein besseres Verständnis der Prozesse, die der Evolution und Verbreitung nachhaltigkeitsbezogener Narrative und Weltbilder zugrunde liegen, entscheidende Erkenntnisse für Nachhaltigkeitsforschung und -praxis. 

Wie?

Der empirische Teil des Projekts konzentriert sich auf „Change Agents“, also Gruppen von Akteuren, die auf besondere Weise an Transformationsprozessen beteiligt sind. CULEST untersucht, wie diese „Change Agents“ Krisen interpretieren, welche Narrative sie konstruieren und wie diese Narrative unterschiedliche Vorstellungen von Transformation prägen. Methodisch kombiniert das Projekt drei Ansätze: (1) eine systematische Literaturrecherche, (2) empirische Weltbildforschung (einschließlich qualitativer Interviews) und (3) eine Erhebung von Mikronarrativen mithilfe der SenseMaker®-Softwareplattform.

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